Station 19
„Anfang und Ende, Ende und Anfang“
Mit dieser Skulptur kommt Christus auch bei der letzten Station zu Wort, zumindest wenn man davon ausgeht, dass es Christus ist, den Johannes in seiner Vision auf dem Thron sieht:
…Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende…. (Offenbarung des Johannes 21, 6)
A und O, Alpha und Omega, erster und letzter Buchstabe des griechischen Alphabetes.
Hier ist das Ende des Skulpturenpfades, wo die Geschichte mit der Erziehung Zinzendorfs bei seiner Großmutter ihren Anfang hatte. Hier hat Zinzendorf Christus kennen, achten und lieben gelernt. Und vielleicht haben die Wanderer auf dem Weg auch etwas Neues über Christus erfahren oder wieder aufgefrischt, sei es im Nachdenken allein oder im Gespräch mit Anderen.
Die Skulptur zeigt ein ineinander verschlungenes A und Omega und auch ein Kreuz schimmert hindurch, wenn man näher hinschaut. Alles was neu beginnt und entsteht wird auch ein Ende haben. Das gilt für alles Leben, jeden Menschen, jedes Tier, jede Pflanze, jedes Gebäude, jede Gesellschaft, jeden Planeten, jede Sonne….
Aber es gibt auch die zweite Seite. Mit jedem Ende beginnt auch etwas Neues!
Zu Zinzendorfs Zeiten war die Ruine ein prächtiges Schloss. Ihre Mauern haben leider nicht überdauert. Heute kann man nur noch erahnen wie es hier vor 300 Jahren ausgesehen haben mag. Aber Christus, den Zinzendorf hier kennengelernt hat, und seine Botschaft überdauern bis heute und haben an Aktualität nichts eingebüßt.
Mit dem Tod ist alles aus. Sollte man meinen. Dachten damals Jesu Jünger auch, nachdem Christus so elend am Kreuz gestorben war. Aber plötzlich ändert sich das radikal. Christus bleibt nicht bei den Toten und er öffnet diese Möglichkeit auch uns allen. Und so ist der Tod eben nicht das Ende, sondern der Beginn von etwas Neuem, Schönen. Dieser Glaube, diese Gewissheit trägt Christen in schweren Zeiten seit dem ersten Osterfest.
Die Wanderung auf dem Skulpturenpfad ist hier zu Ende. Aber zugleich beginnt etwas Neues- sei es die Weiterreise, der Rückweg, ein Halt in der alten Bäckerei, ein Picknick, ein Besuch…..
Egal was als nächstes ansteht. Möge Gott Sie begleiten und auf gute Wege leiten. Möge Gott Ihren Lebensweg segnen und für andere zum Segen werden lassen!
Wenn man den Pfad (ca. 6 km) ohne Führung wandern will, empfiehlt sich das Begleitheft, in dem man zu allen Stationen und zur Entstehung wichtige Hintergrundinformationen bekommt. Dieses Ist in Deutsch, Englisch und Tschechisch im Buchhandel erhältlich.
Das war nun der letzte Beitrag zum Skulpturenpfad. Station 19: „Anfang und Ende, Ende und Anfang“.
Besuchen Sie ihn doch selbst einmal. Ich verspreche ihnen, sie werden die Ruhe und Zufriedenheit auf ihrer Wanderung spüren.
Ihr Haiko Spottke von Oberlausitz-Art
Die Beiträge sind mit freundlicher Unterstützung in Kooperation mit dem Verantwortlichen für den Pfad, Herrn Matthias Clemens, entstanden.
Herr Clemens ist Leiter der Forstverwaltung der Evang. Brüder-Unität, Herrnhut.
Führungen auf dem Skulpturenpfad oder durch Herrnhut sind nach Anmeldung über das Gästepfarramt möglich:
Telefon: +49 172 4412306
E-Mail: willkommen@herrnhuter.de (welcome@herrnhuter.de)
Foto: Matthias Clemens



