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Skulpturenpfad – „Die Mission“

von | 9. April 2026

Station 15

„Die Mission“

 

 

 

 

 

 

Eine Mission ist ein Auftrag. Jesus gab einst seinen Jüngern den Auftrag in aller Welt seine Lehren weiterzusagen, ihnen Gott nicht als ferne Instanz, sondern als „Vater“ nahe zu bringen. Das haben die sehr ernst genommen und so ist das Christentum auch zu uns gelangt und prägt unsere Kultur, unser Rechtssystem und unsere Orte bis heute. Ohne christliche Mission würde es Herrnhut gar nicht geben. Erstaunlich ist, dass schon 10 Jahre nach Ortsgründung die ersten Herrnhuter weiterzogen, um Menschen von Jesus zu erzählen, die bis dahin keinen Zugang zum Evangelium hatten. Nach ihrer Flucht vor Repressalien im Zuge der Gegenreformation in Böhmen und Mähren hatten sie endlich einen Ort gefunden, wo sie ihren Glauben in Frieden und Freiheit leben konnten. Aber anstatt diesen Frieden und diese Freiheit zu genießen, gaben manche alles wieder auf, um dem Missionsauftrag Jesu zu folgen. Sie reisten mit ungewissem Ausgang in ferne Länder, lernten dort neue Sprachen und versuchten dann von dem, was sie selbst als befreiend und bereichernd erfahren hatten, andern weiter zu erzählen. Und legten so die Samen für die heute weltweite Verbreitung der Brüdergemeine. Die Missionsgeschichte der Herrnhuterinnen und Herrnhuter ist nicht nur eine Erfolgsgeschichte. Fehler wurden gemacht, die Kinder der Missionare verbrachten oft einen Großteil ihrer Kindheit getrennt von den Eltern in Internaten, man musste politische Kompromisse eingehen, gab manche Versuche wieder auf…. Und doch ist das heutige Netz von Schwestern und Brüdern in vielen verschiedenen Ländern und auf verschiedenen Kontinenten ein beeindruckendes Ergebnis der schon 1732 begonnenen Missionsarbeit. Heute wird die Missionsarbeit dezentral organisiert und geleistet. Jede Gemeinde und jedes Gemeindeglied kann und soll einen Beitrag im eigenen Umfeld dazu leisten.

Obwohl die Mission früher eher Männerdominiert war, sind es heute oft auch die Frauen, die einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung der freimachenden Botschaft von Jesus Christus leisten.

Und so besteht die Skulptur „Mission“ aus zwei Frauen, die sich an einer Brücke gegenüberstehen.

 

 

 

 

 

Eine der beiden hat eine Bibel im Gepäck und spricht mit der Frau gegenüber. Sie hat eine Hand am Geländer der Brücke und lädt die Andere dazu ein, das Geländer ebenfalls zu ergreifen. Auf dem Geländer kann man lesen, was Christliche Mission bedeutet, sowie einige leicht verständliche Bibelverse, die dazu einladen sollen, sich mit der Botschaft Jesu näher zu beschäftigen. Der Glaube kann im Leben Halt geben- so wie ein Geländer. Gerade auch, wenn das Leben schwierig ist, wenn es über Abgründe und durch Dunkelheiten geht, dann kann der Glaube eine wirkliche Hilfe sein. Mission bedeutet, jemanden einzuladen, diesen Halt im Leben ebenfalls zu ergreifen. Ich erzähle dir, was mir im Leben als Christin / als Christ wichtig ist, was mir Geborgenheit gibt, wo ich geschwisterliche Gemeinschaft und Unterstützung erlebe, wo meine Seele zur Ruhe kommen kann. Und ich lade dich dazu ein, es mit dem Glauben auch mal zu versuchen. Sich an Jesus und Gottes 10 Geboten zu orientieren macht das Miteinander menschlicher, friedlicher, barmherziger, freundlicher, gerechter, hoffnungsvoller und großzügiger. Mehr will Christliche Mission nicht erreichen, aber auch nicht weniger.

 

Wenn man den Pfad (ca. 6 km) ohne Führung wandern will, empfiehlt sich das Begleitheft, in dem man zu allen Stationen und zur Entstehung wichtige Hintergrundinformationen bekommt. Dieses Ist in Deutsch, Englisch und Tschechisch im Buchhandel erhältlich.

Hier werden nun die einzelnen Stationen in den nächsten Wochen vorgestellt.

Nächste AUSGABE :    24. April  2026

Station 16:   „Das Arbeitsethos

Die Beiträge sind mit freundlicher Unterstützung in Kooperation mit dem Verantwortlichen für den Pfad, Herrn Matthias Clemens, entstanden.

Herr Clemens ist Leiter der Forstverwaltung der Evang. Brüder-Unität, Herrnhut.

Führungen auf dem Skulpturenpfad oder durch Herrnhut sind nach Anmeldung über das Gästepfarramt möglich:

Telefon: +49 172 4412306

E-Mail: willkommen@herrnhuter.de  (welcome@herrnhuter.de)

 

Foto: Matthias Clemens

 

 

 

 

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