Nummer 09
Das Karasek Haus, ehemals Taubenheim Nr.153, wurde 1753 erbaut. Es wurde benannt nach einer Legende um den in der Oberlausitz berühmt-berüchtigten Räuberhauptmann Karasek, auch Böhmischer Hansel genannt. Er soll sich in dem Haus versteckt haben.. Die Uhr ist eine vertikale Eck-Sonnenuhr, geschaffen vom Maler und Grafiker Martin Hölzel 1984.
Die drei Nadelbäume an der Ostuhr deuten die Nähe des Waldes an, der früher bis an das Grundstück heranreichte.
Das Tischlerwerkzeug weist auf den Beruf des Johannes Karasek hin. Spätere Eigentümer des Hauses waren auch dem Tischlerberuf verbunden.
Die Süduhr hat die Symbolik: Sonne, Karasek, Herz mit Pfeil (soll andeuten, hier habe sich möglicherweise ein Liebesnest von Karasek befunden).
Karasek war gefürchtet und wurde bewundert, der legendäre Räuberhauptmann der Oberlausitz, geboren 1764 in Smichow bei Prag. Seinen Beruf als Tischler wollte er eines Tages nicht mehr ausführen und ging in herrschaftliche Dienste. Vom Militärdienst desertierte er und wurde Anführer der Leutersdorfer Bande, die Wohlhabende überfiel.
1800 wurde er verraten und gefangen. Er kam nach Bautzen auf die Ortenburg in Festungshaft, wurde später nach Dresden überführt und starb dort 1809.
„Jede Sonnenuhr ist einmalig. Sie schildert die Geschichte des Hauses bzw. die Geschichte unserer Dörfer“ (Jürgen Walter)
Hier werden nun die einzelnen Sonnenuhren in den nächsten Wochen vorgestellt.
Nächste AUSGABE : 23. Oktober 2026
Nummer 10: „Bei Reitz’l”
Die Beiträge entstanden mit freundlicher Unterstützung in Kooperation mit dem Taubenheimer Dorfclub e.V.
Holger Kuhne (mhkuhne@aol.com), Tobias Lehmann (info@schilderwerk-lehmann.de), Günter Pätzold (guenterpaetzold@t-online.de)
und der Tourist-Information Sohland/Spree. (touristinfo@sohland.de)
Führungen können bei Holger Kuhne (Telefon: 035936 34358 oder E-Mail: mhkuhne@aol.com) gebucht werden.
Ein weiterer Ansprechpartner ist Günter Pätzold (guenterpaetzold@t-online.de)
Foto: Taubenheimer Dorfclub e.V.


